Drei Tage lang wird der Pirmasenser Lichtkünstler Ingo Bracke mit Klangkünstlern, einem Tänzer und Musikern die frühere Schuhfabrik zum intermedialen Kunstwerk machen.

Das Neue ist die Kooperation mit dem minimalistischen Lichtperformer Laurenz Theinert und dem Tänzer Vincenzo Minervini, der aktuell am Kaiserslauterer Pfalztheater arbeitet. „Netzwerk:N versteht sich als eine raumgreifende Reflexion über künstlerische, gesellschaftliche und ästhetische Vernetzungsprozesse im Zeitalter digitaler und quantenphysikalischer Wirklichkeiten“, beschreibt es Bracke, der wieder in die ehemalige Schuhfabrik Knopp nach Pirmasens geht. Der als Mitveranstalter fungierende Kunstverein Pirmasens hat in den Hallen mehrere Kunstausstellungen organisiert. Bracke war dort bereits dreimal aktiv. Heute finden sich dort Handelsfirmen, Lager und eine Autowerkstatt. Mit Einfühlungsvermögen und Hartnäckigkeit konnte Bracke die Eigentümerfamilie zu dem jetzigen Projekt überreden. Der Kopp, wie der Gebäudekomplex zwischen Schäfer- und Bahnhofstraße genannt wird, ist seit August ein offenes Labor für Lichtkunst, Klanginstallation, performative Prozesse und visuelle Arbeiten. Bracke, Theinert & Co. treten dabei in einen Austausch mit Werken der Zero-Künstler Josef Albers (1888-1976) und Otto Piene (1928-2014).

Der erste Akt beginnt am Freitag, 26. September, 19.45 Uhr. Cellist Holger Vehling wird mit Bracke als Regisseur und Theinert an seinem visuellen Piano zu den Tänzen von Minervini spielen.